Neues Spielzeug

 Ich habe ein neues Spielzeug.

Vor ein paar Jahren habe ich ein neues Hobby im Fotografieren gefunden. Irgendwann während der Corona-Pandemie, mit all ihren Beschränkungen, war das für mich eine sehr willkommene Abwechslung.





Alleine durch die Welt spazieren und dabei ein paar Fotos machen. Gut für Körper und Seele und seitdem nicht mehr wegzudenken. Auch an dieser Stelle gab es seit 2021 mindestens monatlich einen kleinen, feinen Eintrag mit ein paar geschossenen Bildern. Zumindest bis Ende 2024. Bei der Recherche ist mir aufgefallen, dass mein erster Eintrag zur Fotografie mit genau dem gleichen Einleitungssatz begann.


Fünf Jahre später ist es also wieder Zeit für ein neues Gerät. Mein Fuji X100V besitze ich natürlich immer noch und nutze sie immer noch sehr gerne. Allerdings nicht so oft, wie ich es gerne würde. Für mich musste etwas noch kleineres her, eine Kamera für die Hosentasche, die “Immer-Dabei”-Kamera. Wenig verwunderlich ist es nach monatelanger Recherche, Testberichten und Vergleichen eine Ricoh geworden. Ich habe mich bewusst gegen die gerade erschienene Ricoh GRIV entschieden und das vor allem aus zwei Gründen: Die Festbrennweite, aber vor allem der Mist/Bloom-Look der GRIV Bilder.


So ist es für mich die (auch noch ein wenig günstigere) Ricoh GR IIIx geworden. Die 40mm (äquivalent) Festbrennweite scheint mir die richtige Entscheidung zur Dokumentation des Every-Day-Life zu sein. Würde es schon eine IVx geben, wäre mir die Entscheidung sicher noch schwerer gefallen.


Nun besitze ich das gute Stück seit ein paar Wochen und habe riesengroße Freude daran. “Meine Kleine” ist einfach immer und überall dabei. Meist in deiner kleinen Umhängetasche neben Schlüssel, Geldbeutel etc. Und ja, aktuell mache ich deutlich mehr Fotos. Besser sind sie deshalb noch lange nicht, aber es sind mehr und das Fotografieren ist nicht mehr eine eigene Freizeitbeschäftigung, sondern teil des täglichen Lebens. Die Größe und das geringe Gewicht machen den Unterschied.


So war selbst der sehr spontane Besuch im Fußballstadion am Sonntag überhaupt kein Problem. Zumindest nicht im Millerntor-Stadion. 


Ja, wahrscheinlich könnte ich mit meinem Handy ähnliche Bilder machen, doch komischerweise reizt mich an Handyfotos exakt überhaupt nichts. Der Akt des Fotografierens mit einer “echten” Kamera ist dann doch ein riesengroßer Unterschied. Die Bedienung ist natürlich ein wenig ungewohnt und für Reisen o.ä. wird die Fuji nicht zu ersetzen sein, aber aktuell habe ich einfach sehr viel Spaß mit meinem kleinen neuen Spielzeug.


Eine Neuauflage der monatlichen Fotos wird es an dieser Stelle auf absehbare Zeit dennoch nicht geben. Am Ende fühlte es sich nach Arbeit an und das möchte ich nicht bei einem Hobby. Fotos gibt es regelmäßig auf Bluesky und Instagram.

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